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Kinderschuhe

Kinderschuhe - Allgemeines Fast 98 Prozent aller Kinder kommen mit gesunden Füßen zur Welt. Falsche und zu kleine Schuhe können das Wachstum aber dahingehend beeinflussen, dass sich Spreizfüße entwickeln können oder die Zehen nicht gerade wachsen und es hier zu so genannten "Schiefzehen" kommen kann. Der Knochen im kindlichen Fuß ist noch sehr weich bzw. besteht noch weitestgehend aus Knorpel. Erst im Alter von ca. 16 Jahren ist die Knochenbildung vollständig abgeschlossen. Somit sind die kleinen Füße noch sehr biegsam. Da auch das Nervensystem bei kleinen Kindern noch nicht richtig ausgebildet ist, empfinden sie zu kleine Schuhe nicht unbedingt als unangenehm, sondern passen hier ihre Füße an den Schuh an. Richtiges Schuhwerk ist daher gerade im Kindesalter von großer Wichtigkeit.

Kinderschuhe - Folgen falscher Schuhe Nicht passende Kinderschuhe können gravierende und langfristige Schäden am Fuß verursachen. Besonders zu kleine bzw. zu kurze Schuhe sind hier besonders zu erwähnen.

Muskulatur Die Muskulatur passt sich der Stellung der Knochen an. Wenn die Füße durch zu kleine Schuhe ständig in eine Fehlhaltung gedrängt werden, kann es passieren, dass sich die Muskelstränge entsprechend verkürzen bzw. sich die natürliche Zugrichtung ändert. Die Folgen können hier Muskel- und Sehnenschmerzen sein.

Zehen und Gelenke Dadurch, dass die Zehen nicht genügend Platz bekommen, werden diese ständig gestaucht und gedrückt. Schiefstellungen sowie Gelenksentzündungen können hier die Folge sein.

Durchblutung Zu kleine und zu enge Schuhe können des weiteren Durchblutungsstörungen verursachen, welche auch Krampfadern begünstigen können.

Kinderschuhe - Auswahlkriterien Bei den Kinderschuhen kommt es in erster Linie darauf an, dass diese gut passen. Marke, Modell oder Farbe sollten zweitrangig sein. Im richtigen Schuh sollten die Zehen mindestens 12 mm Platz nach vorne haben. Sie können dies kontrollieren, in dem Sie die "Daumenprobe" machen. Drücken Sie hierzu mit einer Hand leicht auf den Fuß des Kindes, damit der Fuß auch wirklich flach auf der Sohle steht. Dann drücken Sie mit dem Daumen auf die Enden der Zehen. Wenn Sie noch Platz für Ihren Daumen zwischen Zeh und Schuhspitze haben, passen die Schuhe.

Kinderschuhe sollten ebenfalls über ein natürliches Fußbett verfügen. Ausgeprägte Ausformungen wie bei Einlagen oder Innenranderhöhungen verhindern nur die eigenständige und natürliche Ausbildung des eigenen Fußbettes.

Achten Sie beim Kauf von Schuhen besonders für Kleinkinder, dass diese eine Fersenführung besitzen. Diese bietet einen guten Schutz und gewährleistet den richtigen Sitz. Die Sohle und das verarbeitete Material sollten den Abrollbewegungen des Fußes folgen können. Durch Biegen und Drehen des Schuhes können Sie die Nachgiebigkeit schnell feststellen.

Auch die richtige Weite der Schuhe ist maßgeblich für einen optimalen Sitz. Zu enge Schuhe können gesundheitliche Schäden nach sich ziehen, zu weite Schuhe geben dem Fuß nicht den notwendigen Halt, so dass dieser bei jedem Schritt hin und her rutschen kann.

Mit speziellen Messgeräten, die in jedem Schuhgeschäft vorhanden sein sollten, können Sie vor jedem Schuhkauf die Füße Ihres Kindes vermessen, um gezielter nach dem passenden Schuh suchen zu können.

Wenn Sie jetzt den passenden und gut sitzenden Schuh für Ihr Kind gefunden haben, denken Sie daran, dass Kinderfüße ständig wachsen. In den ersten drei Lebensjahren können sich diese bis zu drei Schuhgrößen jährlich verändern. In den weiteren Jahren bis zur Einschulung wachsen die Füße etwa zwei Größen jedes Jahr. Während der Schulzeit bis zum Ende der Wachstumsphase sind es dann noch einmal ein bis zwei Größen jährlich. Kaum ein Kind wächst kontinuierlich, es können immer Wachstumsschübe vorkommen. Aus diesem Grund ist es wichtig, regelmäßig die Passgenauigkeit der Schuhe zu kontrollieren

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Aktualisiert: 07-Jul-2006

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