Akne
Akne - Begriffsdefinition Akne ist eine weit verbreitete Hautkrankheit, die zumeist bei Jugendlichen in der Pubertät auftritt und anschließend wieder abklingt. Sie kann aber unter Umständen auch noch bis zum 40. Lebensjahr auftreten. Es gibt verschiedene Arten der Akne-Hauterkrankung. Die Akne comedonica, die sich hauptsächlich durch vermehrte Mitesserbildung auszeichnet, die Akne vulgaris, bei der sich neben Mitesser auch noch Pickel zeigen sowie die Akne conglobata, die schwerste Form der Akne, die neben Mitessern auch noch Pickel, Abszesse und Fisteln aufweist. Bekannt ist auch die so genannte "Mallorca-Akne". Sie tritt besonders dann auf, wenn die Haut direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt wird. Es bilden sich hier in kurzer Zeit kleine Pusteln. Daneben gibt es noch die "Chlor-Akne". Wie ihr Name schon sagt, ist diese Akneform eine Reaktion auf den Kontakt mit Chlor, welches vor allem in Schwimmbädern zur Desinfektion des Wassers eingesetzt wird.
Akne - Ursachen und Entstehung Ursächlich für die Entstehung einer Akneerkrankung sind vor allem die Hormone. Gerade in der Pubertät kommt es im Körper zu großen hormonellen Umstellungen. Aber auch bei Frauen kurz vor und während der Menstruation sowie in der Schwangerschaft tritt die Akne gehäuft auf. Ursächlich hierfür sind die männlichen Hormone, die Androgene. Die Androgene regen bei den Talgdrüsen, die sich hauptsächlich um die Haarwurzeln befinden, eine vermehrte Hautfettproduktion an. In der Regel kann das Hautfett durch Kanäle ungehindert ablaufen, da dieses aber in zu großen Mengen produziert wird, verstopfen die Kanäle und das Hautfett wird gestaut. Es entsteht ein Mitesser, welcher meist einen kleinen schwarzen Punkt in der Mitte hat. Da sich hierin aber auch noch Bakterien befinden, die sich hauptsächlich von Hautfett ernähren, kann es zu Entzündungen kommen, da durch den Abbau des Hautfettes Fettsäuren und andere Abfallprodukte entstehen. Die Folge hiervon sind dann die unübersehbaren Pickel, welche mit Eiter gefüllt sind. Je nach Schwere der Entzündung klingt diese Entzündung binnen weniger Tage oder auch erst nach Wochen ab. Es kann auch sein, dass Narben zurückbleiben.
Akne - Behandlung Je nach Schwere der Hauterkrankung gehört die Akne in die Hände von Dermatologen. Besonders wenn der Betroffene zur Narbenbildung neigt, können die Hautärzte hier weiterhelfen. Sie können zwar die Akne selbst nicht unterbinden, aber dennoch helfen, dass diese nicht mehr so stark auftritt. Neben speziellen Waschlotionen, entzündungshemmenden Cremes und antiseptischen Tinkturen wird bei Frauen oft zusätzlich ein Hormonprodukt eingesetzt, welches die Produktion der männlichen Androgene eindämmt. Dieses hat auch gleichzeitig eine verhütende Wirkung. Bei ganz schweren Akne-Erkrankungen kann der Arzt auch spezielle Vitamin-A-Säure-Derivate einsetzen. Mit ihrer Hilfe wird die betroffene Haut regelrecht abgeschält und die Hautoberfläche somit geglättet. Eine weitere Form der Behandlung kann auch die zeitweise Gabe von Antibiotika sein. Wenn sich bereits Narben gebildet haben, kann hier auch der Dermatologe weiterhelfen
Akne - Tipps Sie können zur erfolgreichen Bekämpfung der Akne selbst beitragen, in dem Sie einige kleine Verhaltensmaßregeln beachten:
Da die aknegeplagte Haut alleine schon sehr gereizt ist, sollten Sie Ihre Haut ausschließlich mit einer pH-neutralen Seife, welchen den Wert 6,5 haben sollte, zwei Mal täglich waschen.
Da nicht nur die Talgdrüsen im Gesicht sondern auch die Talgdrüsen an der Kopfhaut von der vermehrten Produktion betroffen sind, fetten auch die Haare sehr schnell nach. Achten Sie darauf, dass Ihnen die Haare nicht ins Gesicht hängen - auch hier gibt es schöne Frisuren, die das Gesicht frei lassen
Auch wenn es schwer fällt: Drücken Sie nie selbst die Pickel aus. Überlassen Sie dies lieber einer geschulten Kosmetikerin oder Ihrem Dermatologen, der sich ebenfalls oftmals mit einem Behandlungsinstitut zusammengeschlossen hat
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Aktualisiert: 17-Nov-2005