Künstliche Befruchtung
Künstliche Befruchtung – Zusammenfassung Nicht immer kann eine Schwangerschaft auf dem Wege der natürlichen Befruchtung zustande kommen. Die Anzahl unfreiwillig kinderloser Paare hat in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zugenommen und liegt mittlerweile bei fast 20%. Dank medizinischer Forschung und modernster Technik kann gegen einen unerfüllten Kinderwunsch heute einiges getan werden. Viele Paare gehen deshalb den Weg der künstlichen Befruchtung. Das Abwägen der Risiken und das Auswählen der richtigen Methode bedarf einer guten medizinischen Beratung und reiflicher Überlegung, denn eine hundertprozentige Garantie für den Erfolg gibt es nicht. Die Kosten für die künstliche Befruchtung werden bei verheirateten Paaren oftmals ganz oder teilweise von der Krankenkasse übernommen.
Künstliche Befruchtung – Methoden Die unkomplizierteste Methode der künstlichen Befruchtung ist die Insemination. Dieser Begriff bezeichnet einerseits das Einbringen des männlichen Samens durch einen Kunststoffschlauch in die Vagina, in die Gebärmutter oder in die Eileiter, andererseits das Einbringen einer kleinen mit dem Sperma gefüllten Kappe vor den Muttermund. Das Ejakulieren des Mannes muss circa eine halbe Stunde vor dem Eingriff in ein steriles Gefäß erfolgen, in Ausnahmefällen kann auch vorher eingefrorenes und aufgetautes Sperma zur künstlichen Befruchtung verwendet werden. Die Insemination wird unter anderem bei unzureichender Anzahl von beweglichen Spermien in der Samenflüssigkeit angewendet – das Sperma kann vor dem Einbringen per Katheder oder Kappe im Labor zu einer höheren Konzentration aufbereitet werden.
Ein anderer Weg der künstlichen Befruchtung ist die sogenannte In-Vitro-Fertilisation – kurz IVF genannt. Unter diesem Begriff versteht man die Methode der Befruchtung der Eizelle im Reagenzglas. Die Eizellen werden der Frau bei lokaler Betäubung entnommen, in ein Gefäß mit spezieller Nährlösung gebracht und dort mit den Spermien des Mannes zusammengebracht. Nach erfolgreicher Befruchtung und Teilung der Eizellen werden maximal drei Einzellen nach einiger Zeit (ca. 2 Tagen) in der Gebärmutter platziert, um sich dort auf natürlichem Wege weiterentwickeln zu können. Die IVF wird unter anderem eingesetzt bei Frauen, die Probleme mit den Eileitern haben, da diese bei dieser Befruchtungsmethode nicht benötigt werden.
Alternativ zur Befruchtung außerhalb der Gebärmutter kann direkt eine Mischung aus Samenflüssigkeit und Eizellen in die Gebärmutter eingebracht werden, um die Befruchtung dort stattfinden zu lassen. Dieses Verfahren wird als Gamete intrafallopian transfer bezeichnet (kurz: GIFT).
Wenn sich wie bei der In-Vitro-Fertilisation die Spermien nicht selbstständig mit der Eizelle verbinden, können die Samenfäden auch direkt in die Eizelle gespritzt werden. Diese Methode nennt sich Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (kurz: ICSI). Sollte beim Mann für dieses Verfahren eine zu geringe Konzentration der Spermien im Ejakulat vorliegen
Die Erfolgsaussichten der künstlichen Befruchtung liegen bei IVF und ICSI bei ca. 30%. Es ist im Vorfeld zu überlegen, wie viele befruchtete Eizellen eingesetzt werden sollen – unter Umständen ist es sinnvoller
Künstliche Befruchtung – Vorbereitung Vor der künstlichen Befruchtung stehen intensive diagnostische und informative Gespräche, allgemeinmedizinische und umfangreiche gynäkologische Untersuchungen, eine umfangreiche labortechnische Diagnostik und häufig eine hormonelle Vorbehandlung der Frau mit dem Risiko von Nebenwirkungen an. Die Blut- und Hormonwerte müssen ausreichend bestimmt sein, organische und sonstige Erkrankungen sowie genetische Veränderungen und psychische Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch werden abgeklärt
Künstliche Befruchtung - Risiken Das Risiko bei der künstlichen Befruchtung ist heutzutage für Mutter und Kind relativ gering. Die meisten Risiken entstehen bei den Methoden der „Reagenzglas-Befruchtung“. Mehrlingsschwangerschaften, Frühgeburten und Fehlentwicklungen bzw
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Aktualisiert: 07-Jul-2006