Blutzucker-Teststreifen
Blutzucker-Teststreifen In der Bundesrepublik Deutschland sind zwischen 4 bis 5 Millionen Menschen an Diabetes mellitus erkrankt. Etwa ein Viertel davon müssen Insulin spritzen (200 000 Personen Typ l und 800 000 Personen Typ 2: "Altersdiabetes"). Geht man davon aus, dass ein Diabetiker 3mal täglich den Blutzuckerspiegel misst, fallen pro Jahr /pro Patient über Eintausend Blutzucker-Teststreifen an. Wenn nur die Hälfte aller Diabetiker pro Tag 3 Blutzucker-Teststreifen benötigt, werden bereits 1,5 Millionen pro Tag verbraucht, im Jahr also etwa 550 Millionen. Und das dauerhaft
Blutzucker-Teststreifen. Besonderheiten Diabetes-Patienten können mit der heutigen Technologie ihren Blutzuckerspiegel leicht und rasch messen. Prinzipiell gibt es zwei unterschiedliche Blutzuckertestverfahren: das reflektometrische Verfahren, mit Farbveränderung und das elektrosensorische Verfahren, ohne Farbveränderung. Die Blutzuckerteststreifen mit Farbveränderung können meist visuell und mit Hilfe eines Blutzuckermessgerätes abgelesen werden. Die meisten Kassen bezahlen immer noch nur die visuell ablesbaren Teststreifen, die die Bestimmung des Blutzuckerwertes über eine Farbskala ermöglichen. Reflektometrisch arbeitende Blutzuckerteststreifen und die mit ihnen verbundenen Messgeräte sind inzwischen jedoch so günstig, dass preislich kein Unterschied zu den ausschließlich visuell ablesbaren besteht. Elektrosensorische Blutzucker-Teststreifen funktionieren ausschließlich mit entsprechenden Messgeräten. Trotz modernem Verfahren bedeutet dies nicht, das mit einfacherer Handhabung und geringer Fehlerquote bessere Ergebnisse als mit dem älteren System erreicht würden. Die Unterschiede für den Anwender sind geringfügig und da eine zusätzliche visuelle Kontrolle des Wertes nicht mehr möglich ist, wird eher als Nachteil empfunden. Die geringere erforderliche Blutmenge und dass mit den neuen Messstreifen ein Nachtropfen bei einer Wiederholung der Messung möglich ist, zählt als Vorteil
Blutzucker-Teststreifen. BeschaffungD Die Krankenkassen übernehmen nur einen Teil des Bedarfs an Blutzucker-Teststreifen. Bei Diabetikern Typ 2, die mit Tabletten und Diät behandelt werden, sind es 50 Teststreifen. Insulinpflichtige erhalten maximal 200; Typ 1 Diabetiker, die mit konventioneller Insulintherapie behandelt werden, erhalten maximal 200 pro Quartal. Je nach Blutzucker-Teststreifen können Diabetiker durch den Bezug über den Versandhandel pro Jahr viel Geld einsparen. Meist kaufen Diabetiker ihre Blutzuckerteststreifen in Apotheken ein - ohne vorherigen Preisvergleich - denn dort gibt es auch das Insulin. Auch kostengünstige Großpackungen (beispielsweise 500 Blutzuckerteststreifen) helfen sparen. Daher sind einige Krankenkassen dazu übergegangen, behandelnden Ärzten Dauerverordnungen zu erlauben. Hierin wird einmalig bestätigt, dass der jeweilige Patient Blutzucker-Teststreifen benötigt. Ärzte sind, da die Verordnung von Blutzucker-Teststreifen als Hilfsmittel in das Verordnungsbudget eingeht, ebenfalls an preisgünstigen Teststreifen interessiert - die Kassen sowieso
Besonders preiswert bietet eine Vielzahl der Versandhändler Importware an. Hierbei handelt es sich um Blutzucker-Teststreifen, die für den ausländischen Markt produziert und dorthin exportiert wurden
Da Teststreifen in vielen Ländern Europas günstiger angeboten werden als hierzulande, wird die Exportware wieder reimportiert. Achten Sie beim Kauf darauf, ob solche Blutzucker-Teststreifen-Packungen als Reimporte gekennzeichnet sind. Denn auf diese Produkte entfällt die Hersteller-Garantie und - Haftung, da eine Kontrolle über sachgerechte Lagerung unmöglich ist
Blutzucker-Teststreifen. Schwierigkeitsgrad Das richtige Blutabnehmen, das Ablesen der Verfärbung auf dem Blutzucker-Teststreifen oder die Anwendung eines Blutzuckermessgerätes sollte grundsätzlich nur im Rahmen von qualifizierten Diabetes-Schulungen mit entsprechend geschultem ärztlichen und nicht-ärztlichen Personal eingeübt werden
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Aktualisiert: 17-Nov-2005